Philosophieren an der Dorfschule

Wie könnte das ewige Leben aussehen und was würde sich verändern? Zuerst legen die JungphilosophInnen fest, wann denn das unendliche Leben anfangen könnte. So zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr wäre es wohl, angesichts der notwendigen Erfahrung, angebracht. Mit einer Pille aus der Apotheke, die man sich freiwillig holen könnte. Dann wäre das Experiment bei den Jugendlichen auch schon vorüber, denn einnehmen würden sie diese Tabletten nicht......alle nicht...  Warum man denn eine Sehnsucht nach Lebensverlängerung haben könnte ist meinen PhilosophInnen ganz klar. Man müsse sich nicht mit dem Tod, mit Trennungen, Krankheit und mit der Endlichkeit auseinandersetzen. "Deshalb sagen Pensionisten oft : Ich kann nun ENDLICH meine Wohnmobil -Reise machen !" Ja, so geht Philosophieren, den anderen und sich selbst in der Endlichkeit des Lebens entdecken. Also für meine SchülerInnen gilt Mountaigne: den Tod nicht fürchten, er macht das Leben erst sinnvoll. Möglicherweise haben die Kids recht, wenn sie meinen es gäbe Wenige, die das Leben verlängern würden, weil es so glücklich und schön sei? Gibt irgendwie zu denken....

Zwischendurch taucht dann ein Statement auf, das anregt : Wenn man keine Erfahrungen mehr macht, erinnert man nicht mehr. Wenn man nicht mehr erinnert wird man dement. Ich lass das mal so stehen und freu mich auf das nächste mal.

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Kai Kranner