Philosophie on tour

Freitag ist immer Reisetag. Schon um 8 Uhr wird an der NMS Kautzen gedacht und zu Mittag dann an der Dorfschule. So auch heute zuerst bei meinen Jungphilosophen in Kautzen, die ich nun schon das dritte Jahr begleite. Da kann es dann schon geschehen, dass meine Idee über Langeweile zu philosophieren bis zum nächsten mal warten muss. Selbstgewählt ging es bei meinen DenkerInnen über die Kritik. Darf man einen Lehrer auch kritisieren? Darf man darauf aufmerksam machen, wenn man sich verletzt fühlt? Sie waren sich einig, man darf, mehr noch, man soll sogar. Das hat mit Selbstsorge zu tun. Erstaunlich wie wach um diese Uhrzeit schon gedacht werden kann. Zurück ins Philomobil und weiter durch das herbstliche Waldviertel zur Dorfschule. Auch hier auf Wunsch der PhilosophInnen die Frage : Was ist gerecht? Herrlich zu sehen, dass schon am Anfang ganz klar ist, dass es nicht gerecht ist, wenn Alle das Gleiche bekommen. Über die Verteilungsgerechtigkeit kommen die Jugendlichen dann zu gerechter Entlohnung und denken darüber nach, ob es vielleicht auch einen anderen Wert gibt um Arbeit zu definieren. Es gibt ihn für die DorfschülerInnen. Arbeit sollte man auch daran messen können, wie glücklich sie einen macht. Sie sind sich einig auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen würden alle arbeiten gehen. Nur anders eben, glücklicher.........

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Kai Kranner