Philosophie on tour

Es gibt Tage, da kann man durchaus von Vielosophie sprechen. Am frühen Morgen an der NMS Kautzen erwarten mich meine philosophischen FreundInnen mit dem Wunsch, sich über den Kritikbegriff Gedanken zu machen. Ob man über das Gefühl, dass ein anderer in einem erweckt offen sprechen sollte? Und wenn das ein Erwachsener oder gar eine Lehrerin ist? Ist es tugendhaft doch nichts zu sagen? Die Zeit reicht uns heute bei weitem nicht aus um alles zu bedenken.....

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Weiter geht es etwas später an der Dorfschule, wo mich schon beim Eingang JungphilosophInnen mit der Frage erwarten: "Worüber denken wir heute nach?" Über Zukunft und Digitalität. Zukunft ist gestaltbar, wenn wir aus der Vergangenheit lernend die Gegenwart verändern.....Die MontessoriphilosophInnen wissen um das Gestalten des eigenen Lebens Bescheid. Sie haben Seneca mit auf ihrem Weg genommen und lernen, laut eigenen Angaben natürlich für ihr eigenes Leben und um es möglichst großartig gestalten zu können. Dem bleibt nicht viel hinzuzufügen und es geht weiter zum dritten PhilosophInnentreffen nach Wien.

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Ich bin eingeladen von der Gruppe Mehrstein, gegenüber der Karl Popperschule. Eine gut vorbereitete Gruppe Jugendlicher mit der Eingangsfrage: "Kann ein Philosoph denn von seiner Arbeit leben?" Schön darauf sagen zu können: "Er kann." ! Nach der Klärung geschichtlicher philosophischer Aspekte widmen wir uns dem Thema der Gerechtigkeit. Wieder eine Gruppe die ohne Umschweife über die Trennung von Arbeit und Einkommen und von einer Art bedingungslosem Grundeinkommen denkt. Es muss wohl am Zeitgeist liegen...spannend, den Ausführungen der jungen Menschen zu lauschen. Sie versuchen Gesellschaft gründlich neu zu denken und lassen sich dabei von bildungsfernen Politmarionetten anscheinend überhaupt nicht stören. 

Kai Kranner